Ob Sie für die Schneiderei einen Termin brauchen
Für eine einfache Änderung brauchen Sie oft keinen Termin. Die Änderungsschneiderei myGarderobe in Dresden nimmt Kleidung ohne Termin an. Bei NadelTrends steht dagegen auf der Preisliste, dass Termine nur nach Vereinbarung möglich sind. Rufen Sie vorher kurz an, das spart einen vergeblichen Weg.
Einen festen Termin brauchen Sie fast immer, wenn die Schneiderei am Körper abstecken muss. Das gilt für enger machen, Ärmel an der Schulter und alles am Brautkleid. Brautmoden Dresden plant für die erste Beratung 60 bis 90 Minuten ein und berechnet dafür nichts.
Bringen Sie zum Termin die Schuhe und die Unterwäsche mit, die Sie zum Kleidungsstück tragen wollen. Eine Hose wird mit flachen Schuhen anders gekürzt als mit Absatz.
So läuft ein Auftrag vom Abgeben bis zum Abholen
Ein Auftrag läuft in der Regel in diesen Schritten ab. Unterschiede gibt es vor allem bei der Bezahlung und bei der Frage, wie lange ein fertiges Stück liegen bleiben darf.
Abgeben und anprobieren
Sie zeigen, was geändert werden soll. Bei Längen und Weiten steckt die Schneiderei das Stück am Körper ab.
Preis und Termin hören
Die Schneiderei nennt den Preis und den Tag, an dem das Stück fertig ist. Die Änderungsschneiderei Hamburg nennt beides direkt bei der Abgabe.
Abholschein mitnehmen
Auf dem Schein stehen Ihr Name, das Kleidungsstück, die Änderung, der Preis und der Abholtag.
Abholen und anprobieren
Probieren Sie das Stück im Laden an. Was nicht passt, sagen Sie sofort.
Bezahlen
Erst wenn das Stück in Ordnung ist, bezahlen Sie den vereinbarten Preis.
Einen Kostenvoranschlag müssen Sie im Zweifel nicht bezahlen. So steht es im Gesetz. Ist gar kein Preis vereinbart, gilt der Preis, der für diese Arbeit üblich ist. Eine schriftliche Zahl schützt Sie deshalb vor Streit.
Was auf dem Abholschein stehen sollte
Der Abholschein ist Ihr Beleg, dass das Stück bei der Schneiderei liegt. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät bei Reinigungen, sich eine Quittung mit dem Kleidungsstück und der Art der Arbeit geben zu lassen. Für die Schneiderei gilt dasselbe.
- Ihr Name und eine Telefonnummer für Rückfragen.
- Das Kleidungsstück mit Farbe und Marke, zum Beispiel dunkelblauer Wollmantel.
- Die Änderung in Worten, zum Beispiel Ärmel 2 Zentimeter kürzen.
- Der Preis oder eine Spanne, wenn er erst nach dem Auftrennen feststeht.
- Der Tag, an dem Sie das Stück abholen können.
- Schäden, die das Stück schon vorher hatte, etwa ein Fleck oder ein loser Knopf.
Der letzte Punkt ist wichtig, wenn später Streit entsteht. Ein Loch, das schon bei der Abgabe auf dem Schein steht, kann Ihnen niemand als neuen Schaden vorhalten. Und die Schneiderei kann Ihnen keinen Schaden anlasten, den sie selbst verursacht hat. Was bei einem echten Schaden gilt, steht im Ratgeber wer haftet, wenn die Schneiderei etwas beschädigt.
Wann Sie bezahlen müssen
Nach dem Gesetz zahlen Sie, wenn Sie das fertige Stück annehmen. Das Verbraucherportal Bayern schreibt dazu, dass eine Vorkasse rechtlich nicht vorgesehen ist. Sie darf aber im Einzelfall vereinbart werden. Steht eine Pflicht zur Vorkasse nur im Kleingedruckten, ist sie nach Ansicht des Portals unwirksam.
Bei Aufträgen per Post ist Vorkasse trotzdem üblich, und Sie stimmen ihr mit dem Angebot zu. Bibis Schneiderei fängt erst an, wenn Kleidung und Zahlung angekommen sind.
Ist die Änderung fehlerhaft, dürfen Sie einen Teil des Preises zurückhalten. Das Gesetz nennt dafür in der Regel das Doppelte dessen, was die Reparatur des Fehlers kostet.
Wenn der Preis höher wird als gesagt
Manchmal zeigt sich erst nach dem Auftrennen, dass mehr zu tun ist. Dann muss die Schneiderei Sie sofort informieren, wenn der genannte Preis deutlich überschritten wird. Sie entscheiden dann, ob die Arbeit weitergehen soll.
Gute Betriebe halten das schon im Ablauf fest. Die Schneiderei myGarderobe schreibt, dass man sich vor Arbeitsbeginn meldet, wenn der Aufwand vom genannten Richtpreis abweicht. Fragen Sie bei der Abgabe, ob die Schneiderei Sie anruft, bevor es teurer wird.
Was passiert, wenn Sie ein Stück nicht abholen
Solange Sie nicht bezahlt haben, darf die Schneiderei Ihr Stück behalten. Das Gesetz gibt ihr dafür ein Pfandrecht an den Sachen, die sie geändert oder ausgebessert hat. Verkaufen darf sie das Stück aber nicht einfach. Sie muss den Verkauf vorher androhen und den offenen Betrag nennen. Verkaufen darf sie frühestens einen Monat danach.
Manche Betriebe schreiben eigene Fristen auf die Preisliste. Bei NadelTrends werden nicht abgeholte Aufträge nach 3 Monaten gespendet. Brautmoden Dresden bewahrt fertige Kleider bis zu 4 Wochen kostenlos auf.
Ob eine solche Frist im Streit hält, ist offen. Das Verbraucherportal Bayern hält eine Klausel für unwirksam, nach der ein Betrieb nicht abgeholte Sachen nach einem Jahr wie ein Eigentümer behandeln darf. Verlassen Sie sich trotzdem nicht darauf.
- Notieren Sie den Abholtag aus dem Abholschein in Ihrem Kalender.
- Wird es später, rufen Sie an und nennen Sie einen neuen Tag.
- Bewahren Sie den Abholschein auf, bis Sie das Stück zu Hause haben.
Wenn die Änderung nicht sitzt
Sitzt die Änderung nicht, darf die Schneiderei zuerst nachbessern. Das ist meist auch die schnellste Lösung. Gelingt das nicht, können Sie den Preis mindern oder vom Auftrag zurücktreten. Für Fehler an der Arbeit haben Sie zwei Jahre Zeit, gerechnet ab dem Tag, an dem Sie das Stück angenommen haben.
Probieren Sie deshalb schon im Laden an. Ein zu kurzer Saum fällt vor dem Spiegel der Schneiderei sofort auf. Wie Sie vorab einen Betrieb finden, der sorgfältig arbeitet, zeigt der Ratgeber woran Sie eine gute Änderungsschneiderei erkennen.
Häufige Fragen
Muss ich bei der Schneiderei im Voraus bezahlen?
Nein, nach dem Gesetz bezahlen Sie bei der Schneiderei erst, wenn Sie das fertige Stück annehmen. Eine Vorkasse kann aber im Einzelfall vereinbart werden. Bei Aufträgen per Post ist sie üblich, und Sie stimmen ihr mit dem Angebot zu.
Wie lange bewahrt eine Schneiderei fertige Kleidung auf?
Wie lange eine Schneiderei fertige Kleidung aufbewahrt, regelt jeder Betrieb selbst. Brautmoden Dresden lagert fertige Kleider bis zu 4 Wochen kostenlos. NadelTrends spendet nicht abgeholte Aufträge nach 3 Monaten. Fragen Sie bei der Abgabe nach.
Darf die Schneiderei mehr verlangen als besprochen?
Nicht ohne Rückfrage, wenn der genannte Preis deutlich überschritten wird. Dann muss die Schneiderei Sie sofort informieren. Sie entscheiden, ob die Arbeit weitergeht. Ist gar kein Preis vereinbart, gilt der übliche Preis für diese Arbeit.
Kostet ein Kostenvoranschlag bei der Schneiderei Geld?
Ein Kostenvoranschlag ist nach dem Gesetz im Zweifel kostenlos. Etwas anderes gilt nur, wenn die Schneiderei vorher ausdrücklich einen Preis für den Voranschlag nennt und Sie zustimmen.
Was kann ich tun, wenn die Änderung nicht passt?
Passt die Änderung nicht, sagen Sie es der Schneiderei und lassen Sie nachbessern. Gelingt das nicht, können Sie den Preis mindern oder vom Auftrag zurücktreten. Für Fehler an der Arbeit haben Sie zwei Jahre Zeit.
