Was Kürzen und Engermachen kosten
Hinter fast jeder Änderung am Kleid stehen zwei Arbeiten: die Länge und die Weite. Ein Kleid zu kürzen kostet ab 12 Euro, mit Futter bis 36,99 Euro. Enger machen kostet ab 24,75 Euro bei einer Lage und ab 32,99 Euro bei mehreren Lagen. Die Schneidereien rechnen dabei verschieden ab: je Stück, je Meter Saum oder je Stelle, die enger werden soll.
| Arbeit | Preis | Abrechnung | Schneiderei |
|---|---|---|---|
| Rock oder Kleid kürzen, Saum mit der Maschine | ab 12 Euro | je Stück | Änderungsschneiderei Hamburg |
| Rock oder Kleid kürzen, Saum von Hand | ab 14 Euro | je Stück | Änderungsschneiderei Hamburg |
| Rock, Kleid oder Dirndl kürzen | ab 12 Euro | je Meter Saum | NadelTrends |
| Rock oder Kleid kürzen | ab 25 Euro | je Stück | Schneiderei Gentner, Stuttgart |
| Kleid kürzen, eine Lage | 25,99 Euro | fester Preis | Tailors Studios |
| Kleid kürzen, mit Futter | 36,99 Euro | fester Preis | Tailors Studios |
| Kleid enger oder weiter | ab 24,75 Euro | je Stück | NadelTrends |
| Kleid enger oder weiter | ab 26 Euro | je Stück | Schneiderei Gentner, Stuttgart |
| Kleid enger an der Brust, eine Lage | 26,99 Euro | je Stelle, jede weitere 4 Euro mehr | Tailors Studios |
| Kleid enger an der Brust, mehrere Lagen | 32,99 Euro | je Stelle, jede weitere 4 Euro mehr | Tailors Studios |
| Reißverschluss im Kleid, bis 20 Zentimeter | ab 10 Euro | je Stück | Bibis Schneiderei |
Achten Sie auf die Abrechnung je Meter. Sie erklärt, warum zwei Kleider mit gleichem Ladenpreis ganz verschiedene Änderungsrechnungen bekommen. Ein schmales Kleid hat wenig Saum, ein weit schwingender Rock viel. Bei 12 Euro je Meter kostet ein Saum von zwei Metern 24 Euro, ein Saum von vier Metern 48 Euro. Was andere Änderungen kosten, zeigt der Ratgeber, was eine Änderungsschneiderei kostet.
Warum Futter und Lagen das Kürzen teurer machen
Jede Lage bekommt einen eigenen Saum. Ein Kleid mit Oberstoff, Tüll und Futter sind für die Schneiderei drei Säume, und alle drei müssen am Ende stimmen. Das Futter setzt sie dabei etwas kürzer als den Oberstoff, damit es unten nicht hervorschaut. Diese Arbeit macht den Unterschied zwischen einlagig und mehrlagig in den Preislisten aus.
- Kleid aus einer Lage Baumwolle oder Jersey: ein Saum, der günstigste Fall.
- Kleid mit Futter: zwei Säume, das Futter sitzt etwas kürzer.
- Kleid mit Tüll oder Spitze über dem Rock: jede Lage wird einzeln gekürzt.
- Plissiertes Kleid mit festen Falten: Fragen Sie vorher, ob die Schneiderei es kürzen kann, denn ein neuer Saum unten kann die Falten zerstören.
- Beschichteter Stoff oder Kunstleder: Jeder Nadelstich bleibt als Loch sichtbar, eine Naht lässt sich nicht unsichtbar versetzen.
- Stoff mit Muster: Das Muster muss an der Naht weiterlaufen, das kostet Zeit.
Was das Etikett im Kleid der Schneiderei verrät
Im Kleid steckt ein Etikett mit den Fasern, aus denen der Stoff besteht. Das ist in der EU Pflicht, wenn ein Kleid verkauft wird. Die Angabe ist also keine Werbung, sondern verlässlich. Für die Schneiderei ist sie wichtig, weil sich Stoffe beim Nähen verschieden verhalten.
- Seide franst an der Schnittkante schnell aus. Die Kante muss sauber versäubert werden, oft von Hand.
- Stoff mit Elasthan dehnt sich. Eine starre Naht kann dann beim Tragen reißen, deshalb braucht er eine dehnbare Naht.
- Baumwolle und Leinen können beim ersten Waschen einlaufen. Fragen Sie vor dem Kürzen, ob Sie das Kleid vorher waschen sollen.
- Wolle verfilzt bei Wärme und Reibung. Sie wird meist gereinigt statt gewaschen.
Ein Kleid aus der Maßschneiderei muss dagegen kein solches Etikett tragen. Die EU nimmt Kleidung, die selbständige Schneider nach Maß anfertigen, ausdrücklich aus. Lassen Sie sich die Stoffe dann auf die Rechnung schreiben. Die Pflegesymbole für Waschen und Bügeln sind in Deutschland übrigens freiwillig.
In welcher Reihenfolge Sie Ihr Kleid ändern lassen
Brauchen Sie beides, kommt erst die Weite und dann die Länge. Ein Kleid, das an der Taille enger wird, sitzt höher und fällt kürzer aus. Wer zuerst kürzt, zahlt den Saum unter Umständen zweimal.
Vorbereiten
Waschen oder reinigen Sie das Kleid, wenn die Schneiderei das empfiehlt.
Mit den richtigen Schuhen anprobieren
Bringen Sie die Schuhe und die Unterwäsche mit, die Sie zum Kleid tragen. Beides verändert Länge und Sitz.
Erst die Weite abstecken
Die Schneiderin steckt zuerst die Seiten ab, weil sie den Fall des Kleides verändern.
Dann die Länge festlegen
Erst wenn die Weite sitzt, markiert sie den Saum, bei mehreren Lagen jede einzeln.
Im Laden anprobieren
Ziehen Sie das Kleid bei der Abholung noch einmal an, bevor Sie zahlen.
Brauchen Sie das Kleid für einen festen Termin, planen Sie die letzte Anprobe mindestens eine Woche vorher ein. Dann bleibt Zeit für eine Korrektur ohne Aufschlag für Eile.
Wie viel enger oder weiter ein Kleid werden kann
Enger machen geht fast immer, weiter machen nur selten. Der Grund ist der Stoffstreifen, der innen in jeder Naht steht. Die Schneiderei nennt ihn Nahtzugabe. Nur so viel Stoff, wie dort steckt, kann sie herauslassen.
Bei vielen gekauften Kleidern ist dieser Streifen schmal und an der Kante mit einer Kettelnaht gegen Ausfransen gesichert. Diese Naht schneidet den Rand beim Nähen gleich mit ab. Dann gibt es nichts mehr herauszulassen. Schauen Sie deshalb auf die Innenseite der Seitennähte, bevor Sie ein Kleid eine Nummer zu klein kaufen. Was sich an welchen Stoffen ändern lässt, erklärt der Ratgeber, welche Kleidung man ändern lassen kann.
Soll das Kleid enger werden?
Geht es um mehr als eine Kleidergröße?
Dann verschieben sich oft Armloch und Schulter mit. Lassen Sie sich vorher sagen, ob das geht und was es kostet.
Das ist eine übliche Arbeit über die Seitennähte, ab 24,75 Euro.
Steckt innen in den Seitennähten ein breiter Stoffstreifen?
Dann geht es begrenzt. Die alte Naht kann als Linie sichtbar bleiben.
Dann lässt sich das Kleid kaum weiter machen. Möglich ist nur ein eingesetzter Stoffkeil, und den sieht man.
Warum die Anprobe im Laden über Ihre Rechte entscheidet
Wenn Sie das Kleid abholen und bezahlen, nehmen Sie die Arbeit an. Einen kleinen Schönheitsfehler, etwa einen überstehenden Faden, müssen Sie dabei hinnehmen. Ein Saum, der auf einer Seite deutlich tiefer hängt, ist dagegen ein Mangel.
Sehen Sie einen Fehler schon bei der Abholung, sprechen Sie ihn sofort an und lassen Sie ihn auf dem Beleg vermerken. Wer ein Kleid trotz eines sichtbaren Fehlers ohne Vorbehalt mitnimmt, verliert wichtige Rechte. Behebt die Schneiderei den Fehler nicht, können Sie weniger zahlen. Wie viel weniger, hängt davon ab, wie stark der Fehler den Wert der Arbeit mindert.
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Kleid kürzen zu lassen?
Ein Kleid kürzen zu lassen kostet ab 12 Euro. Manche Schneidereien rechnen je Stück, andere je Meter Saum, dann wird ein weiter Rock teurer. Mit Futter kostet das Kürzen bei Tailors Studios 36,99 Euro statt 25,99 Euro.
Was kostet es, ein Kleid enger machen zu lassen?
Ein Kleid enger machen zu lassen kostet ab 24,75 Euro bei einer Lage Stoff. Mit Futter oder mehreren Lagen beginnen die Preise bei 32,99 Euro. Gearbeitet wird meist über die Seitennähte.
Kann man ein Kleid weiter machen lassen?
Ein Kleid lässt sich nur weiter machen, wenn innen in den Seitennähten genug Stoff steckt. Ist der Rand mit einer Kettelnaht knapp abgeschnitten, geht es nicht. Dann bleibt nur ein eingesetzter Stoffkeil, und der ist sichtbar.
Warum ist ein Kleid mit Futter teurer zu kürzen?
Ein Kleid mit Futter ist teurer zu kürzen, weil jede Lage einen eigenen Saum bekommt. Das Futter setzt die Schneiderei etwas kürzer, damit es nicht hervorschaut. Bei Tailors Studios macht das 11 Euro Unterschied.
Muss ein Kleid ein Etikett mit den Stoffangaben haben?
Ja, ein Kleid, das in der EU verkauft wird, muss ein Etikett mit seinen Fasern tragen. Ausgenommen ist Kleidung, die eine selbständige Schneiderin nach Maß anfertigt. Die Pflegesymbole sind in Deutschland dagegen freiwillig.
